Machbarkeitsstudie für eine Sport- und Vereinsstätte am rechten Sandberg

Nutzen wir die Synergieeffekte und schaffen wir etwas großes für die Zukunft unserer Stadt

In seiner Antrittsrede hat unser neuer Stadtbürgermeister nochmal bekräftigt, wie ihm die Schaffung von Wohnraum für junge Familien, die Sportplatzverlegung sowie die Vereine und das soziale Leben in unserer Stadt am Herzen liegt.

Vereine sind das Rückgrat des sozialen Lebens in unserer Stadt

Seit über 30 Jahren wird in der Stadt Hagenbach eine Verlegung des Sportplatzes und der damit verbundenen Schaffung von günstigem Wohnraum diskutiert.

Eine Machbarkeitsstudie aus 2014 kam zur Erkenntnis, dass auf dem damalig geplanten Gebiet eine Finanzierungslücke von rund 1 Million entstehen würde. Aus diesem Grunde wurde damals die Umsetzung verworfen.

Seit 2014 sind die Baupreise um bis zu 30 % gestiegen, ebenfalls hat sich auch der Bedarf des SV Hagenbach deutlich gegenüber der damaligen Planung geändert.

Ebenfalls wurde nur die Verlegung des Sportplatzes auf ein Gelände, das nicht der Stadt gehört damals geprüft.

Mit der Fokussierung auf die reine Verlegung des Sportplatzes hat man positive Synergieeffekte komplett außen vorgelassen.

Zum 100-jährigen Jubiläum sollte der SV Hagenbach 1920 e. V. Klarheit haben, was mit dem Sportplatz passiert.

Christian Völker - Fraktionsvorsitzender

Denken wir neu – Denken wir groß – Seien wir mutig

Unser Ansatz geht deutlich über diese damalige Annahme hinaus.

Wir sind der Überzeugung, wenn die Verlegung des Sportplatzes auf das  gekennzeichnete Gebiet erfolgt (dieses Gebiet gehört nach unseren Informationen zu ca. 95% der Stadt Hagenbach) fallen die Kaufkosten in Höhe von rund 1.000.000 Euro gar nicht erst an. Somit wäre damit schon die damalige Finanzierungslücke geschlossen.

Wenn weitere Vereine, z. B.

  • der Tennisverein seine Anlage auch auf dieses Gelände verlegen würde, könnte durch die Nutzung der o. g. EU Richtlinie (Erläuterung siehe unten) das bisherige Tennisgelände als Baugebiet ausgewiesen werden.
  • Obst und Gartenbauverein – dieser könnte die Grünflächen als Vereinsgelände nutzen
  • Sonstige Vereine: Durch die Schaffung eines Mehrzweckgebäudes auf diesem neuem Sport- und Vereinsgelände könnte die Stadt den Vereinen moderne und zweckmäßige Räume zur Verfügung stellen

würden zusätzliche Synergieeffekte und zusätzliche Einnahmen entstehen. Diese würden die Rentabilität des Vorhabens deutlich erhöhen.

Ebenfalls könnte eine Förderung des Baues von Sportanlagen (VV Sportanlagen-Förderung) ISIM 24 820:337 und weitere Fördermaßnahmen die Kosten des Projektes senken.

Bereits heute haben viele Vereine ein Platzproblem. Dies löst auch der geplante Anbau an der Sporthalle nicht, da die Fläche der Mehrzweckhalle einfach fehlt.

Reduzieren wir den Anteil an den Sanierungskosten der Hauptschule

Durch die Schaffung neuer Räume würde die Hauptschule nur noch für den Kindergarten/-hort genutzt. Dadurch reduziert sich der Anteil der Stadt an den ausstehenden Sanierungskosten. Ebenfalls könnte die Verbandsgemeinde frei über das Gebäude (bis auf den Kindergartenteil) verfügen.

Auch damit würden weitere positive Effekte geschaffen, das Hauptschulgebäude wirtschaftlich umzugestalten.

Geben wir der Jugend eine Stimme

In der Bedarfsplanung innerhalb des Ausschusses sollte auch ein eventuell neues Jugendzentrum eingeplant werden, da das Areal rund um den aktuellen Standort ja komplett überplant werden soll und das aktuelle Jungendzentrum ggf. dort wegfallen soll.

Hierzu sollte Vertreter des Jugendzentrums in den entsprechenden Ausschuss eingeladen werden, solange es in Hagenbach, wie von Ihnen geplant, noch kein Jugendparlament gibt.

Ein weiterer Aspekt dieser Planung sollte ein Bau eines Fahrradweges rechts der L540 inkl. LED-Beleuchtung, um eine sichere Wegstrecke für die Bürger zur neuen Sport- und Vereinsstätte zu schaffen. 

Der Antrag im Wortlaut

Die FDP-Stadtratsfraktion im Stadtrat von Hagenbach beantragt, der Rat möge beschließen, dass die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gibt, eine Sport- und Vereinsstätte auf dem in der Anlage beigefügten markierten Gebiet zu erstellen.

Des Weiteren soll in Zusammenarbeit mit den Vereinen geprüft werden, welche Vereine Interesse an Räumlichkeiten bzw. Sporteinrichtungen auf dieser Sport- und Vereinsstätte haben.

In diesem Zusammenhang soll geprüft werden, ob die EU-Richtlinie 2014/52/EU in Hagenbach angewendet werden kann. Siehe Begründung.

Beschlussvorentwurf:

  1. Der Stadtrat beschließt die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für eine Sport- und Vereinsstätte auf dem gekennzeichneten Gebiet

  2. Der Stadtrat beschließt in dem passenden Ausschuss zusammen mit den interessierten Vereinen und Vertreter des Jugendzentrums (solange noch kein Jugendparlament geschaffen wurde) eine Bedarfsanalyse zu erstellen, welche Einrichtungen vor Ort geschaffen werden sollen.

  3. EU Richtlinie 2014/52/EU
    1. Der Stadtrat beschließt, dass die Verwaltung prüft, ob das aktuelle Gelände des Tennisvereins gemäß der EU Richtlinie 2014/52/EU noch in 2019 als Baugebiet vorab ausgewiesen werden kann. Eine Erschließung würde, wie beim aktuellen Sportplatz erst mit einem möglichen Umzug erfolgen.
    2. Der Stadtrat beschließt, dass die Verwaltung prüft, welche Gebiete aktuell noch mit Anwendung der EU-Richtlinie in 2019 erschlossen werden könnten.

Haushaltsmittel für die Machbarkeitsstudie stehen lt. Haushaltsplan 2018/2019 unter 573105 zur Verfügung. Die EU Richtlinie haben wir dem Antrag beigefügt.